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Reiten als Hobby

Westernreiten – wilder Westen ganz nah

Wer kennt es nicht. Das Bild vom verwegenen Cowboy, der auf seinem treuen Pferd durch die Prärie galoppiert und das Lasso nach großen Rinderherden schwingt. Bekleidet in Stiefel und mit einem typgerechten Hut bestreitet er so manches Abenteuer, wobei der Colt und die Handfeuerwaffe sein ständiger Begleiter ist. Lagerfeuerromantik und wilde Schießereien gehören heute zwar nicht mehr zur Westernreitweise, dafür gibt es viele Spannende Fakten rund um diese Sparte der Reiterei. Wir haben die wichtigsten Infos für dich zusammengefasst!

Viel mehr als nur Kühe treiben

Als erstes bringt man mit einem Cowboy wohl Kühe in Verbindung, was gar nicht so verkehrt ist. Beim Westernreiten gibt es einige Rinderdisziplinen, die der Arbeit auf den Ranches nachempfunden sind. Die bekannteste Disziplin ist die Cutting, bei der ein einzelnes Rind aus der Herde sortiert und am Zurücklaufen gehindert werden muss. Cutting wird schnell zu einer rasanten Disziplin und erfordert ein mutiges und wendiges Pferd. Den Pferden für diese Disziplin ist die Arbeit mit Rindern schon in die Wiege gelegt worden. Man spricht vom sogenannten „Cowsense“.

Im Westernreiten gibt es aber weitaus mehr Turnierdisziplinen. Die Dressur der Westernwelt ist die Reining, bei der Pferd und Reiter eine Choreographie an rasanten Manövern, wie dem Sliding Stop zeigen müssen. Dabei bremst das Pferd aus vollem Galopp und rutscht einige Meter auf der Hinterhand. Eine weitere Prüfung bildet die Pleasure. Hier geht es eher ruhig zu und die Outfits sind schillernd bunt und glitzernd. In der Pleasure wird getestet, wie rittig dass Pferd ist. Es wird vor allem auf ein stimmiges und harmonisches Gesamtbild geachtet, was von Pferd und Reiter viel Konzentration verlangt. Neben diesen Disziplinen gibt es aber noch viele mehr! Der Trail und die Hunter Class sind dabei nur zwei weitere Beispiele. Für jeden ist etwas passendes dabei!

western riding equipment detail

Das richtige Westernpferd

Die klassischen Westernpferderassen sind unter anderem das Quarter- und Painthorse und der Appaloosa. Diese sind am meisten vertreten und auch im großen Sport meist ganz vorne mit dabei. Prinzipiell eignet sich aber beinahe jedes Pferd zum Westernreiten. Gewünschte Merkmale sind ein kurzer Rücken, ein tief angesetzter Hals und eine kräftige Hinterhand. Aber auch das Wesen muss stimmen. Westernpferde zeichnen sich durch ihren freundlichen und entspannten Charakter aus und sind dabei sehr lernfreudig. Die EWU (Erste Westernreiterunion) führt rasseoffene Turniere aus. Hier sind auch häufig Haflinger, Araber und Ponys anzutreffen. Aber auch Warm- und Kaltblüter machen unter dem Westernsattel eine gute Figur. Wenn du auf die Stärken deines Pferdes achtest und auch akzeptierst, was nicht möglich ist, könnt ihr im Westernreiten viel Spaß gemeinsam haben.

Aber auch ein reines Freizeitpferd kann western geritten werden. Es gibt nämlich nichts gemütlicheres, als einen Westernsattel im Gelände! Schließlich mussten die Cowboys tagelang im Sattel sitzen! Das Westernreiten nimmt immer mehr zu und ständig werden neue Prüfungen eingeführt. Bei der großen Vielfalt findest sicher auch du eine neue Lieblingsdisziplin für dich und dein Pferd!